Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Zierliche bis kleine, grüne bis dunkelgrüne, lockere Rasen. Sehr ähnlich und im Gelände kaum unterscheidbar ist Cirriphyllum flotowianum (siehe dort). Die Art ist durch die auslaufende Rippe gut kenntlich und insgesamt wenig variabel. Auffällig ist nur Brachythecium populeum var. amoenum (Milde) Limpr., diese ist größer als die Normalform und unterscheidet sich durch am Grunde breitere, weiter hinauf umgerollte Stammblätter und schärfer gesägte Astblätter. Sie besitzt kein eigenständiges Areal und keine eigenständige Ökologie und wurde von uns nicht gesondert kartiert. Ein Schlüssel findet sich bei Loeske (1903), eine Zusammenstellung von Literaturangaben bei Düll (1994a). Weitere neuere Nachweise: 2716/4 am Weserufer bei Rekum auf Uferbefestigungssteinen, 16.03.2005, M. Koperski (!); 3821/2 Hohenstein, Südabfall, auf Kalkblöcken, 29.06.1991, M. Koperski (!); 8528/4 Täschlegraben S vom Giebelhaus, an einer Stützmauer, 05.06.2005, W. Braun (!). Brachythecium populeum wächst meist an schattigen bis halbschattigen, frischen bis mäßig trockenen, basen- und nährstoffreichen Standorten. Hauptsächlich auf nicht zu sauren Gesteinen in Wäldern, daneben auch auf Erde, Wurzeln und gelegentlich epiphytisch. Außer an naturnahen Standorten findet es sich oft in Steinbrüchen, an Mauern, alten Grenzsteinen und auf Beton. Kennart des Brachythecietum populei mit den Begleitern: Brachythecium rutabulum, Hypnum cupressiforme, Homalia trichomanoides, Anomodon attenuatus, Cirriphyllum crassinervium, Plagiomnium cuspidatum, Porella platyphylla, Rhynchostegium murale, Bryum capillare und Plagiochila porelloides. Soziologische Angaben finden sich bei: Drehwald & Preising (1991); Marstaller (1992; 1994); Ahrens (1992); Nebel & Philippi (2001); F. Müller (2004); Lauer (2002; 2005).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Durch das ganze Gebiet. Besonders in naturnahen Laubwaldgebieten über kalkhaltigen Gesteinen verbreitet und häufig. In armen Sand- und Moorgebieten Norddeutschlands nur sehr zerstreut und meist an Sekundärstandorten, ebenso in sauren, nadelwaldreichen Silikatgebieten weiter südlich. In den Alpen nimmt die Häufigkeit mit zunehmender Höhenlage rasch ab, die Art geht aber vereinzelt bis über die Waldgrenze: 8727/2 zwischen Enzianhütte und Rappensee, mit Pohlia drummondii, 1900 m, 04.09.1996, LM.