Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Die Art ist Pseudoleskea incurvata sehr ähnlich, unterscheidet sich aber leicht und sicher durch je eine große und auffällige Papille auf der dorsalen und ventralen Seite der Zellfläche. Bei P. incurvata befinden sich die meist viel kleineren Papillen in den oberen Zellecken oder fehlen ganz. Die Art wächst auf silikatischen Gesteinen, meist auf niedrigen Blöcken in Almen, Zwergstrauchheiden, Hochstaudenfluren und hochmontanen, blockreichen Laubwäldern. Soziologische und ökologische Angaben aus dem Gebiet liegen nicht vor.
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Die Art wurde erstmalig 1935 von den Gebrüdern Koppe im Allgäu gesammelt, der Fund wurde aber erst 1968 veröffentlicht. In jüngster Zeit wurde sie auch in der Rhön nachgewiesen: HE: Rhön: 5425/4 SSO Reulbach, auf Basaltblöcken im Buchenwald zwischen Schafstein und Ehrenberg, mit Hylocomium umbratum, Grimmia hartmanii, Paraleucobryum longifolium, 750 m, 19.09.2004, C. Schmidt (!!). BY: Allgäuer Alpen: Als Lescuraea atrovirens var. patens bei K. Koppe (1968) von vier Stellen angegeben: 8527/3 auf Blöcken nördlich unter dem Wannenkopf, 1500 m; 8627/1 Schwand, Felsblöcke bei der Sölleralpe, 1520 m, 14.08.1935, leg. F. & K. Koppe in HAL (!) und STU (!); 8627/1 Hang über dem Schlappoltsee, 1750 m; 8727/1 unter der Linkersalpe, 1500 m.
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) Der Bestand in der Rhön ist klein. Aus dem Allgäu fehlen Angaben über Bestandsgrößen, und neuere Nachweise liegen nicht vor. Die Art ist aber leicht zu übersehen und sollte auch in diesem Gebiet, wenn gezielt gesucht wird, wieder nachweisbar sein. Die Durchsicht zahlreicher Proben von Pseudoleskea incurvata, unter der P. patens in den Herbarien noch versteckt sein könnte, erbrachte bislang keine weiteren Fundstellen. Es handelt sich im Gebiet wohl um eine sehr seltene Art: RL R.