Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Grüne bis dunkelgrüne Pflanzen mit tiefroten Rhizoiden, zerdrückt intensiv nach Mohrrüben riechend. Streng kalkmeidende Art auf nassem Silikatgestein an und in Bächen, in Quellfluren und an nassen Felsen. Begleiter sind: Scapania undulata, Marsupella emarginata, Jungermannia sphaerocarpa, Sphagnum denticulatum. Soziologische Aufnahme bei Marstaller (1997a).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Über nassem Gestein in den höheren, niederschlagsreicheren Silikatmittelgebirgen sowie im Pfälzer Wald und Elbsandsteingebirge: NB, ST: Nur im Hochharz, dort bis heute an mehreren Stellen: Loeske (1903); Philippi (1982); 4228/2 Bach S Wolfsklippen, Mauer am Wasserfall, 27.05.2003, M. Preussing (!). NW: 4812/3 Bachtal N Valbert, F. Koppe (1977); Neubestätigung 19.06.1997, C. Schmidt (!!). Eifel: Düll (1980; 1984; 1995). TH: Meinunger (1992); Marstaller (1997a). SN: Zusammenfassende Darstellung: F. Müller (2004). RP, SL: Hauter (1995); Lauer (2005); K. Koppe (1940). BW: Nur im Schwarzwald: Nebel & Philippi (2005); 7415/4 Rotmurgtal NW Obertal, 25.10.2003, M. Preussing (!). BY: Nur in höheren Lagen der ostbayerischen Silikatgebirge: Familler (1917); E. Hertel (!); H. Lauer (!); F. & K. Koppe (1931); W. Wurzel (!); M. Koperski (!); M. Reimann (in litt.); Herzog & Paul (1920); 6541/1 Bach S Rosenthal, 19.08.1997, LM. Zweifelhaft sind alle Angaben aus den Alpen: Familler (1917); Philippi (1975). Belege von dort sahen wir nicht, was wir überprüfen konnten, gehörte meist zu Jungermannia subelliptica oder J. tristis.
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) Größere Bestände finden sich hauptsächlich in Hochlagen des Bayerischen Waldes. Hier und in den herzynischen Mittelgebirgen ist die Art als gefährdet einzustufen: RL 3. Im Schwarzwald ist die Art nach Nebel & Philippi (2005) stark gefährdet: RL 2. In den übrigen Gebieten wegen großer Seltenheit gefährdet: RL R.