Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Die Art wurde taxonomisch recht unterschiedlich bewertet. Limpricht (1904), Mönkemeyer (1927) und Häusler (1984) führen sie als Tortula guepinii. Roth (1904) bezeichnet sie als Pottia guepinii und bemerkt: „Nach dem Peristom macht diese Pflanze den Eindruck eines Bastards der Pottia lanceolata mit einer Barbula, dem Blatt nach dagegen erinnert sie mehr an die Gattung Desmatodon“. In der neueren Literatur bei Corley et al. (1981); Touw & Rubers (1989) und Frey et al. (1995) wird sie wieder unter ihrem ursprünglichen Namen geführt. Sehr kleine, nur wenige Millimeter große Pflanzen, einzeln oder in lockeren Herden auf Tonböden in warmen Lagen. Die Pflanze ist einer kleinen Pottia lanceolata sehr ähnlich, unterscheidet sich davon durch anderes Peristom, stark papillöse Blätter und andere Bauchzellen über der Rippe. Bestimmungshinweise bei Touw & Rubers (1989).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Die sehr unscheinbare Art wurde in Frankreich entdeckt und war bisher in Europa noch von Spanien, Italien und den Niederlanden bekannt. Sie wurde jetzt auch an einer Stelle im Gebiet nachgewiesen: RP: 6113/4 NSG Ölberg zwischen Neu-Bamberg und Wöllstein, Halbtrockenrasen über Rhyolit. Als Begleiter in einer Probe Riccia sorocarpa mit Encalypta vulgaris und Pottia lanceolata, 21.03.1995, leg. J.-P. Frahm fanden sich wenige sterile Pflanzen, det. LM. Das nächstbekannte Vorkommen liegt bei St. Pietersberg in Südholland in Kalkgrasland: Touw & Rubers (1989). Eine Vergleichsprobe c. spor. von Frankreich, Angers, leg. Guepin, stimmt mit unseren Pflanzen überein.
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) Die Art wurde an einer Stelle in geringer Menge in einem Naturchutzgebiet gefunden. Wenn sie, wie hier und auch in Holland, steril ist, wird sie wegen ihrer Winzigkeit sicher leicht übersehen. Wegen Seltenheit gefährdet: RL R.