Habitat/Ökologie (Meinunger & Schröder 2007) Die eiförmige Kapsel auf kurzer Seta überragt die Perichätialblätter nur wenig. Die Art weicht dadurch habituell von den übrigen Vertretern der Gattung Pottia deutlich ab und ist im Gelände leicht zu erkennen. Auf offenen, basischen bis kalkreichen, lehmigen, tonigen bis sandigen Böden an trocken-warmen Standorten. Besonders auf und an Wegen, in Kies- und Lehmgruben, Steinbrüchen und an anderen anthropogenen Standorten, selbst auf Ruderalstellen. Regelmäßige Begleiter sind: Phascum cuspidatum, Pottia lanceolata, P. intermedia und Barbula-Arten. Angaben zur Soziologie: Ahrens (1992); Marstaller (1980 u. a.); Oesau (1998; 2002a).
Verbreitung (Meinunger & Schröder 2007) Hauptverbreitung im Flach- und Hügelland in wärmeren Gebieten mit kalkreichen Böden, in höheren Lagen fehlend, ebenso in waldreichen Silikatgebieten. Norddeutsches Flachland: Hauptverbreitung in den Trockengebieten an der Oder und in den Jungmoränengebieten in MV. Nach Westen wird die Art rasch selten und fehlt dem größten Teil von NE und SH (neuere Angaben Siemsen 2003). Übrige Gebiete: Verbreitet in den wärmeren Kalkgebieten Mitteldeutschlands, in Franken, am Neckar und am Mittelrhein. In höheren Lagen rasch selten werdend, im Schwäbischen Jura bis 760 m: Nebel & Philippi (2000). Fehlt fast vollständig den Silikatgebieten, den Mittelgebirgen und den Alpen, vereinzelte Vorkommen in diesen Gebieten sind meist anthropogen.
Bestand und Gefährdung (Meinunger & Schröder 2007) Die Bestände sind meist klein, die Art ist jedoch sehr ausbreitungsfreudig und vermag geeignete Standorte rasch zu besiedeln. Vorkommen außerhalb der Hauptverbreitungsgebiete sind anthropogen bedingt und erscheinen nicht besonders schutzwürdig. Die Art ist im Gebiet ungefährdet.